Winterzeit an den Niagara Fällen



Frostwetter verwandelt die Niagarafälle in eine verzauberte Feenwelt. Die Winter sind hier bitterkalt und es ist nicht ungewöhnlich, daß das Eis auf dem Fluß eine Dicke von 15 Metern erreicht . Dunst und Sprühregen von den Fällen bilden auf Laternenpfählen, Täunen und Bäumen aufsehenerregende und vielgestaltige Formen , die bei Nacht von farbigem Licht angestrahlt werden. Das Eis des Eriesees wird von den Winterwinden oftmals in die Mündung des Niagara-Flusses getrieben.



Im Jahr 1938 erreichte das Eis auf dem Fluß eine Dicke von 24 Metern und zerstörte die Honeymoon Bridge. In manchen Wintern kann sogar eine Eisbrücke entstehen , auf der in vergangenen Zeiten Toboggans ( Indianerschlitten ) und Andenkenverkäufer anzutreffen waren.



Alte Fotografien zeigen Damen in langen Röcken und Herren mit Hut , die über die Eisbrücke wandern. Das wurde aber 1912 verboten , nachdem drei Menschen , darunter ein Flitterwochenpärchen, starben, als ein Teil der Eisbrücke abbarst und den Fluß hinuntertrieb. Die Niagararegion ist wahrlich ein Reiseziel für jede Jahreszeit. Im Winter hingegen können Besucher eine neue Perspektive der natürlichen Schönheit der Region und eine Vielzahl an spannenden Outdoor Aktivitäten kennenlernen.

Die Niagarafälle im Sommer zu sehen ist wahrlich ein spannendes Spektakel. Im Winter hingegen haben tiefe Temperaturen ein einzigartiges Kunstwerk geschaffen. In besonders kalten Wintern werden nahegelegene Bäume und Felsen durch die Gischt der Niagarafälle in spektakuläre Formen verwandelt. Die Wasserfälle mit einer spektakulären Eisbrücke zu sehen ist nicht nur atemberaubend, sondern ein paar extra Fotos wert. Vogelliebhaber sollten in den Monaten November und Dezember in die Niagararegion kommen, wenn sich Tausende von Möwen und Seeschwalben in der Nähe der Wasserfälle sammeln. Entlang des Niagara River können rund 100 verschiedene Spezies von Wasservögeln beobachtet werden.

Im Jahre 1996 wurde der gesamte Niagara River Korridor, der sich 58 km vom Lake Erie zum Lake Ontario erstreckt, von vielen wichtigen Schutzorganisationen, in Kanada und den USA, zum ersten Ort in Nordamerika ernannt, der international Anerkennung als 'Weltweit sehr wichtiges Vogelgebiet' (Globally Significant Important Bird Area) erlangt





















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